Dehnen/Stretchen

Piercings sollten erst nach kompletter Abheilung (Ephitelisierung) gedehnt werden. Wird frühzeitig mit dem Dehnen begonnen, können Geweberisse entstehen. Der normale Heilungsprozess kann dadurch stark verzögert oder eingeschränkt werden und unangenehme Reaktionen wie Blow-out, Infektionen usw. können auftreten.
Um eine unnötige Belastung des Gewebes zu vermeiden, sollte 1mm pro Dehnstufe nicht überschritten werden.
Das Dehnen eines Piercings ist je nach gewünschter Grösse ein relativ lang andauernder Prozess und sollte - aus Interesse am eigenen Körper - nicht unnötig forciert werden.


Plugs


Tradition

Das Dehnen von Piercings ist so alt wie das Piercen selbst.
Der Ursprung nahezu aller Varianten des Dehnens ist in indigenen Kulturen zu finden. Von zahlreichen Ethnien und Kulturen wird das Dehnen von Ohren und Lippen schon seit Jahrtausenden praktiziert. Neben der schmückenden Funktion eines Piercings wollte man damit die Abgrenzung zu anderen Stämmen verdeutlichen. Die symbolische Darstellung eines Veränderungsprozesses, wie z. B. die Aufnahme in die Gemeinschaft der Männer, spielte neben spirituellen Ritualen dabei eine große Rolle.

Überlieferungen von geweiteten Ohrlöchern und von Lippenpflöcken finden sich bei Relikten der Azteken, bei Buddhadarstellungen, bei Skulpturen der Olmeken, bei der Totenmaske des ägyptischen Pharaos Tutenchamun sowie bei vielen Kulturen aus Mittelamerika und Afrika.


Varianten des Dehnens

Tapers   (klick zum lesen)

Dehnsichel   (klick zum lesen)

Gewichte   (klick zum lesen)

Punchen   (klick zum lesen)

Schneiden   (klick zum lesen)

Teflon-Band   (klick zum lesen)


 


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